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Fuck-ups sind Erfolgsbeschleuniger

Fuck-Ups sind Erfolgsbeschleuniger

Das agile Projektmanagement kennt Fuck-ups und weiß in der Theorie mit ihnen umzugehen. In der Theorie. Und mal ganz ehrlich, wer denkt jetzt: „Fuck-ups Erfolgsbeschleuniger? I don’t think so.“ Wo wird denn tatsächlich gejubelt, wenn ein Weg mal so richtig in die Irre geführt hat? Wer geht gern los und sagt: „Liebes Team, was wir bisher gemacht haben, funktioniert mal so überhaupt nicht“?

Warum sind Fuck-ups so wichtig? Warum ist es so schwierig, sich in Teams über einen Fuck-up zu freuen? Und warum wäre genau das notwendig (nicht nur ganz schön), wenn man wirklich erfolgreich arbeiten will? Und das nicht nur, wenn man sich „agil“ nennt?
Warum und wann also sind Fuck-ups Erfolgsbeschleuniger?

 

Fuck-up = Scheitern?

 

Was ist denn eigentlich ein Fuck-up? Der Begriff wird verwendet, wenn ein Ergebnis/Zwischenergebnis nicht dem gewünschten Ergebnis entspricht. Und wenn anhand des Ergebnisses klar wird, dass der bisherige Weg nicht zum Ziel führen wird.

Rein gesellschaftlich sehen wir auch heute noch Fuck-ups als  „Scheitern“ an. Dabei berücksichtigen wir allerdings nicht, dass in der Vergangenheit ohne Fuck-ups keine (!) neuen Produkte hätten entstehen können. Innovation beruht auf Fuck-ups.
Der Mythos um Thomas Edison und die ca. 10.000 Versuche, bevor die Glühbirne erfunden war – egal ob das nun genau so war oder nicht – zeigt eines: Jeder Versucht war in dem „normalen“ Denken ein Scheitern. Und jedes sogenannte Scheitern brachte den Erfinder der Glühbirne näher an den Erfolg. Denn durch jedes Scheitern erkannte er, welche Materialien und Bedingungen NICHT funktionierten und er konnte neue ausprobieren.
Also was denkst du: Scheitern? Oder nicht einfach nur ein Ergebnis und die Möglichkeit für eine Korrektur?

Natürlich hat nicht jeder Zeit für 10.000 Versuche. Und auch nicht jeder hätte das Durchhaltevermögen. Muss ja auch nicht!
Warum sind jedoch Fuck-ups heute in unserem Alltag wichtig, auch wenn wir nicht die nächste Glühbirne erfinden wollen?

Jetzt kommts: sie sind nicht wichtig, vielmehr sind sie unumgänglich, sie sind natürlich!
Jeder Weg zum Ziel beinhaltet nicht vorhersehbare Variablen. Deswegen kann niemand in einem einigermaßen komplexen Arbeitsablauf, vorhersagen, ob ein Weg mit 100 prozentiger Sicherheit zum Ziel führt. Selbst wenn mit einem Weg in der Vergangenheit das Wunsch-Ergebnis erzielt wurde, hat sich mindestens eine Variable seither verändert: die Zeit. Insbesondere wenn man in einem Team arbeitet, ist das in der Regel nicht die Einzige. Zu Denken, Du hast für ein bestimmtes Ergebnis eine für alle Zeiten gültige Lösung ist also der größte Holzweg, auf den Du Dich begeben kannst.

 

Warum Fuck-ups „böse“ sind oder warum wir das denken

 

Was passiert jedoch, wenn in einem Team jemand den Gedanken hat, dass ein nicht gewünschtes Ergebnis nicht sein darf? Dann wird derjenige nicht die Hand heben, wenn ein Weg rein vom Ergebnis her nicht funktioniert. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass dann darüber diskutiert wird, wer einen Fehler gemacht hat und ggfs. sogar wessen Kopf rollen muss, liegt bei nahezu 100%. Unangenehm! Und wer kann schon mit 100% Sicherheit sagen, dass alles, was er getan hat, gut war für das Ergebnis?

Also: Alle Beteiligten werden sich ducken. Das Ergebnis wird schön geredet solange es geht. Eine offene Diskussion, was nicht funktioniert hat, findet nicht statt. Dumm nur, dass damit ein Lernen und eine Korrektur im Team verunmöglicht werden.

Warum wir das so machen? Weil wir es seit früher Kindheit so lernen. Die Schule beruht auf dem Prinzip von richtig und falsch. Wir feiern nicht denjenigen, der eine „schlechte“ Note hat, weil er alle Schwachstellen erkennen und korrigieren kann. Vielmehr feiern wir den, der eine „gute“ Note hat, der vermeintlich fertig ist und schon alles kann. Wir lernen, dass offensichtliche Fehler etwas schlechtes sind, wofür man sich schämt. Wir lernen, uns mit unseren Ergebnissen (schlechten wie guten Noten) zu identifizieren. Schließlich machen wir uns bei bestimmten Ergebnissen verdammt schlechte Gefühle.

Das mit den schlechten Gefühlen machen wir als Erwachsene immer noch, wenn wir denken, wir wären „Schuld“ an einem Ergebnis, das wir für schlecht halten. Und um wieder bessere Gefühle zu haben ist es günstig, das Ergebnis unter den Teppich zu kehren. Oder klarzustellen, dass ein Anderer die Schuld an diesem Ergebnis trägt. Wer sich am besten weg duckt oder am erfolgreichsten anderen den schwarzen Peter zuschiebt, ist also aus dem Schneider, muss keine schlechten Gefühle mehr haben. So zumindest ist unser Denken konditioniert und das ist ein wesentlicher Grund, warum wir uns so schwer tun damit, begeistert zu sein über Fuck-ups. Aber stimmt das mit den Gefühlen? Und was ist mit dem Grummeln, das immer noch da ist?

 

Warum und wann Fuck-ups tatsächlich Erfolgsbeschleuniger sind

 

Nein. Wir fühlen uns nicht gut, sobald ein anderer die A-Karte hat. Denn insgeheim wissen wir: unsere eigene Existenz Die Konsequenz dieses Dilemmas ist allerdings, dass wir dann also ebensowenig begeistert untersuchen, welcher Schritt oder welche Entscheidung nicht funktioniert hat für das gewünschte Ergebnis. Und nur wenn wir das täten, würden wir schnell wieder genau an dem Punkt einsteigen können, den Weg korrigieren und schlussendlich schneller zum gewünschten Ergebnis kommen.

Fuck-ups sind also Erfolgsbeschleuniger, wenn sie dazu dienen, im Team frühzeitig zu erkennen, dass irgendetwas bisher für das gewünschte Ergebnis nicht funktioniert hat. Und sie sind es nur, wenn im jeweiligen Unternehmen keiner eine Frage darüber hat, dass Fuck-ups sein dürfen, diese offen angesprochen und ohne Schuld-Zuweisung untersucht werden können. Positiv und zur Zeit noch etwas idealistisch formuliert: Sie sind Erfolgsbeschleuniger, wenn jeder im Unternehmen bei einem Fuck-up begeistert ist, weil er weiß, jetzt wurden Fehler entdeckt, ab jetzt werden diese korrigiert und dann nimmt das Team wieder volle Fahrt auf Richtung gewünschtem Ergebnis.
Wer sich so ideal aufstellt, wird mit einem Team unvorstellbare Ergebnisse produzieren können.

Wenn Du jetzt denkst, dass Du genau da mit Deinem Team/Unternehmen hin willst, schreibe mir und buche mich als Business Coach. Du kannst die Einstellung zu Fuck-ups ändern – sowohl Deine eigene als auch die Deines Teams. Dann sind Fuck-ups nicht nur noch theoretisch positiv, dann nutzt Du sie aktiv in Deinem Unternehmung für Produktivität und Erfolg.
Dich dabei zu unterstützen ist mein Beitrag als Business Coach.

Und wenn Du als Führungskraft Dich und Dein Unternehmen richtig auf die Überholspur bringen willst, empfehle ich Dir das Business Coaching Programm der CBC GmbH. In 6 Seminaren erlernst Du dort die theoretischen Hintergründe und die praktischen Tools für produktive Führung und Zusammenarbeit. Denn der Umgang mit Fuck-ups ist, wie Du Dir bestimmt vorstellen kannst, nur ein Punkt von vielen. Mehr Infos zu der Seminarreihe